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Bellamont - Viele Besucher sind am Samstagnachmittag und -abend zu der Benefizveranstaltung zugunsten des Selbsthilfevereins Angelman nach Bellamont gekommen. Mit vielen Aktionen haben Irene und Stefan Gaum zusammen mit Vereinen und Freiwilligen einiges auf die Beine gestellt und versucht, viele Spenden zu sammeln. Die Blaskapelle Oldies um Hubert Wiest leistete mit ihrem Abschiedskonzert nach 23 Jahren einen tollen Beitrag zum Gelingen und zog viele Fans und Zuhörer an.

Die Turnhalle Bellamont war um 19 Uhr bereits gut gefüllt, als der erste Ton von der Blaskapelle Oldies bei ihrem letzten Konzert erklang. Der wortgewandte Moderator Bernhard Bitterwolf führte durch den Abend und sorgte mit Interviews, Liedern, Spielen und einer Sachspenden-Versteigerung für Unterhaltung und Heiterkeit. Sein Ziel war, immer viel Geld für die Aktion Angelman zu generieren. Auch der Bundestagsabgeordnete Josef Rief, der zwei viertägige Reisen nach Berlin in den Sachspendentopf mitgebracht hatte, holte er zu einem amüsanten Auftritt als Glockenspieler auf die Bühne. Zwölf Preise wie Ausflugsfahrten, Massage- und Essensgutscheine sowie Noten, Pflegesets und eine Ballonfahrt wurden von Bitterwolf meistbietend versteigert und erbrachten rund 1500 Euro an Spenden.

Als Bitterwolf die Eltern der 19 Monate alten und vom Angelman- Syndrom betroffenen Vera auf die Bühne holte, wurde es andächtig leise im Saal. Irene und Stefan Gaum erzählten von der harten Zeit, die hinter ihnen liegt. „Es war für uns schon ein Schock, als wir von der Krankheit unseres Kindes erfahren haben“, erzählt Stefan Gaum. „Aber wir beide sind auch enger zusammengerückt, weil wir wissen, dass wir diese Aufgabe mit Vera nur gemeinsam meistern können.“ Die Mutter Irene Gaum sagte: „Vera wird auf dem Stand eines Kleinkindes bleiben.“

Wirklich das Ende der Oldies?

Die teils in die Jahre gekommenen Musiker der Blaskapelle Oldies hören nach 23 Jahren böhmisch-mährischer Blasmusik auf, erzählt Hubert Wiest. Ein letztes Mal haben die 18 Musiker ihre Fans mit angenehmer, schöner und wohlklingender Blasmusik bei der Benefizveranstaltung erfreut. Rund 15 Auftritte pro Jahr absolvierten sie. Ein absoluter Höhepunkt war die zwölftägige Konzertreise zum Oktoberfest nach Mérida-Yucatan in Mexiko. Vielfach haben die Musiker ihre Gage gespendet und öfters gemeinnützige Institutionen finanziell unterstützt. Als der Konzertabend fortschritt, lud Wiest alle anwesenden ehemaligen Musiker der Oldies samt Gesangsduo zum Mitspielen ein. Moderator Bitterwolf meinte ironisch zu Dirigent Wiest: „Ich habe gehört, ihr wolltet schon zweimal aufhören, vielleicht geht es auch diesmal weiter.“

Am Ende des Abends strahlen Irene und Stefan Gaum und erzählen der „Schwäbischen Zeitung“: „Es hatte den ganzen Nachmittag hindurch richtig viele Leute und die Kinder waren bei allen Aktionen und Spielen begeistert dabei.“ Die Idee für die Benefizveranstaltung sei vom Oldie-Chef Hubert Wiest gekommen, der zum Abschied mit seiner Blaskapelle für einen guten Zweck spielen wollte. „Zusammen haben wir das geplante Konzert zu einem Familientag auf den Nachmittag ausgeweitet. Es ist wirklich toll, wie viele Vereine und Leute sich an dieser guten Sache heute beteiligt haben. Wir sagen allen ein herzliches Danke.“

Mehr Geld als erwartet

Die Spenden sind noch nicht gezählt. „Aber die von uns angestrebte Summe von 10 000 Euro wird wahrscheinlich um einiges überschritten, da bereits gestern auf dem Spendenkonto ,Vera – Bellamont hilft‘ mehr als 8000 Euro von Firmen und Privatleuten eingegangen waren.“ Das Geld bekommt der Selbsthilfeverein Angelman, „bei dem wir Mitglied sind“, so Irene Gaum. Der Verein hilft betroffenen Eltern, die Diagnose besser zu verstehen, sie zu akzeptieren und den Alltag mit einem „Angel-Kind“ neu zu gestalten.

Text: Schwäbische Zeitung, Biberach, 22.09.2019 - Gerhard Rundel

Bilder: MV Bellamont

Zum Abschied will die Blaskapelle Oldies noch mal etwas Gutes tun: Bei ihrem letzten offiziellen Auftritt am Samstag, 21. September, von 19 Uhr an in der Turnhalle Bellamont spielen die Oldies für Vera Gaum und alle anderen Engelskinder. Dies ist Teil einer Wohltätigkeitsveranstaltung, die bereits um 14.30 Uhr mit Spaß und Spielen für die ganze Familie beginnt und Geld für den Selbsthilfeverein Angelman einspielen soll.

Das Angelman-Syndrom ist eine seltene Krankheit, verursacht durch einen Gendefekt. Die 19 Monate alte Vera Gaum aus dem Weiler Kemnat ist eine von nur circa 3000 Angelman-Patienten in Deutschland.

Ein fröhliches Kind

Vera ist ein überaus fröhliches Kind und blickt aus ihren blauen Augen aufmerksam auf ihre Umgebung. Aber im Unterschied zu anderen Kindern ihres Alters kann sie mit ihren Fingerchen nicht nach dem greifen, was sie sieht. Kann nicht die ersten Schritte darauf zu machen, auch nicht aufrecht sitzen. Die neurologische Erkrankung verzögert die körperliche und geistige Entwicklung stark, viele Betroffene lernen gar nie sprechen. Die Lebenserwartung ist jedoch nicht verkürzt, sodass Angelman-Patienten wie Vera meist ihr ganzes Leben auf Hilfe angewiesen sind. Vera bleibt als Erwachsene wohl ein Engelskind, wie Betroffene in Anspielung auf den Namen des Entdeckers Harry Angelman genannt werden. Diese Bezeichnung nimmt auch darauf Bezug, dass die meisten Betroffenen auffällig viel lächeln. So wie Vera.

Die Eltern Irene und Stefan Gaum haben die Geschichte der „Schwäbischen Zeitung“ zum Internationalen Angelman-Tag am 15. Februar erzählt und seither viele positive Reaktionen bekommen. Viele aus dem persönlichen Umfeld „können jetzt mit uns darüber reden“, erzählt die Mama Irene Gaum.

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Die Benefizaktion zugunsten der 19 Monate alten Vera (auf dem Arm ihrer Mutter Irene Gaum mit dem Papa Stefan Gaum und den Geschwistern) und aller anderen Betroffenen des Angelman-Syndroms findet am Samstag in Bellamont statt. (Foto: privat)

Hilfe in der Nachbarschaft

Auch Hubert Wiest aus Ochsenhausen, der beim Musikverein Bellamont die Tuba bläst und das Orchester zehn Jahre dirigiert hat, brachte dieser Bericht auf eine Idee: Für ihn war lange klar, dass das Abschiedskonzert der von ihm geleiteten Blaskapelle Oldies ein Wohltätigkeitskonzert sein sollte. Jetzt ist es so weit, nach 23 Jahren böhmisch-mährischer Blasmusik hören die 15 Musiker altershalber auf. Und da war schnell klar, dass die Angelman-Gruppe ein würdiger Spendenempfänger wäre. „Es wird überallhin gespendet, warum nicht mal für etwas in der Nähe?“, so Wiests rhetorische Frage. Zumal Veras Papa Stefan Gaum Vorstand beim Musikverein Bellamont ist.

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Die Blaskapelle Oldies gibt hierbei ihr Abschiedskonzert. (Foto: privat)

Die Angelman-Selbsthilfegruppe fördert die Forschung an Therapien für die bisher unheilbare Krankheit. Außerdem ermöglicht sie den Austausch Betroffener, worüber auch Irene und Stefan Gaum sehr froh sind: Was kommt auf unser Kind mit den Jahren noch zu? Welche spezialisierten Ärzte kennen sich überhaupt mit dieser extrem seltenen Krankheit aus? Welche Medikamente können die Symptome lindern? Für solche Fragen sei die Gruppe auf regionaler und nationaler Ebene ein wichtiger Ansprechpartner, sagt Irene Gaum.

Das Programm auf einen Blick

Die Benefizveranstaltung wird vom Musikverein Bellamont organisiert und beginnt am Samstag, 21. September, um 14.30 Uhr in der Turnhalle Bellamont mit allerlei Mitmachaktionen für Groß und Klein: Es gibt eine Hüpfburg, Kinderschminken, Zaubervorführungen, eine Ausstellung mit Oldtimer-Traktoren, eine Tombola und vieles mehr. Für musikalische Unterhaltung ist ebenso gesorgt wie für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen.

Um 19 Uhr beginnt dann das Abschiedskonzert der Blaskapelle Oldies, moderiert von Bernhard Bitterwolf.

Sachspenden werden für den guten Zweck versteigert. Der Eintritt ist frei. Alle Erlöse und Spenden kommen der Selbsthilfegruppe Angelman e. V. zugute. Spenden sind auch sonst unter dem Stichwort „Vera - Bellamont hilft“ auf das Konto mit der IBAN DE94180510003110205172 möglich.

Weitere Informationen über die Erkrankung und die Selbsthilfegrupe gibt's unter www.angelman.de im Internet.

Die Krankheit ist 1965 erstmals vom britischen Kinderneurologen Harry Angelman beschrieben worden. Meist fallen die Entwicklungsverzögerungen erst im Kindesalter auf. Bei Vera kam die Diagnose schon im Säuglingsalter - aber erst nach einer Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken. Der Gendefekt tritt bei einem von 30 000 Neugeborenen auf.

Text: Schwäbische Zeitung, Biberach, 17.09.2019 - Markus Dreher

Der Musikverein Bellamont veranstaltet am Samstag, 21.09.2019 einen Familientag und ein Konzert mit der Blaskapelle OLDIES zu Gunsten des Angelman e.V.
Dieser Verein ist eine Selbsthilfeinitiative von Eltern von Kindern mit Angelman-Syndrom, ein seltener Gendefekt am Chromosom 15. Die Betroffenen sind körperlich und geistig stark entwicklungsverzögert und die Sprache bleibt meistens aus. Die geistige Entwicklung der meisten Betroffenen erreicht etwa den Stand von Kleinkindern. Weil sie sich nicht selbst versorgen und Gefahren nicht erkennen können, brauchen sie auch als Jugendliche und Erwachsene ständige Betreuung. Die Lebenserwartung der „Engelskinder“ ist ganz normal und eine Aussicht auf Heilung gibt es nicht. In Deutschland sind ca. 3.000 Menschen betroffen.

Die kleine Vera Gaum aus Bellamont ist ein solches „Engelskind“ und hat mit ihren 16 Monaten Hubert Wiest (Blaskapelle Oldies) und die Mitglieder des Musikvereins Bellamont motiviert, eine Benefizveranstaltung durchzuführen. Los geht es am Samstag, 21.09.2019 ab 14:30 Uhr in und rund um die Turn- und Festhalle Bellamont mit Aktionen für Groß und Klein. Es gibt eine Hüpfburg, Kinderschminken und eine Tombola, sowie einen Zauberer und Oldtimer-Traktoren zu bestaunen. Natürlich wird es an musikalischer Unterhaltung nicht fehlen und für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.

Um 19 Uhr gibt dann die Blaskapelle OLDIES unter der Leitung von Hubert Wiest ihr Abschiedskonzert. Vor über 20 Jahren starteten die OLDIES ihre musikalische Karriere in Bellamont und spielten seither zahlreiche Unterhaltungsauftritte auf Festen und Feiern. Von Oberschwaben bis nach Mexiko erfreuten sie die Zuhörer mit ihrer zünftigen Blasmusik. Und so wird auch das Abschiedskonzert ein ganz besonderer musikalischer Genuss. Moderiert wird der Abend vom bekannten oberschwäbischen Barde Bernhard Bitterwolf. Mit seinem Charme und ausgestattet mit einem ungeheuren Fundus an Witzen sorgt er für Kurzweiligkeit und Abwechslung. Für den guten Zweck werden an diesem Abend noch einige Sachspenden versteigert (z.B. Berlin-Fahrt, etc.) Der Eintritt ist frei!

Der gesamte Erlös und die Spenden der Veranstaltung kommen direkt dem Selbsthilfeverein Eltern für Eltern und der Forschung des Angelman e.V. zugute.

Spendenkonto: IBAN DE94 1805 1000 3110 2051 72
Stichwort „Vera – Bellamont hilft“

 

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